Was ist das Endocannabinoid-System?

Was ist das Endocannabinoid-System?

Es gibt einige Begriffe, die im Zusammenhang mit CBD wiederholt auftauchen. Einige davon klingen so kompliziert wie dieser: Endocannabinoid-System (ECS).

Dieses System ist ein Teil des menschlichen Nervensystems und jeder wird damit geboren. Man könnte es als Signal-Netzwerk oder auch Regulierungssystem bezeichnen.

In diesem Artikel möchten wir den Begriff so einfach wie möglich erklären und uns die wichtigen Funktionen anschauen, die dieses System innerhalb des menschlichen Körpers hat.


Was bedeutet das Wort ‘Endocannabinoid-System’ ? 


Man kann diesen komplexen Begriff anhand seiner Bedeutung in zwei Bausteine teilen:

‘Endo’ bezeichnet alle Prozesse, die innerhalb eines Systems entstehen. In diesem Fall ist der menschliche Körper gemeint. ‘Endogen’ wäre hier die längere Version des Wortes, von der sich ‘Endo’ ableitet. 


Der Begriff ‘Cannabinoid’ führt zurück auf die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze. Nur durch die Entdeckung der ‘Cannabinoide’ in der Cannabis-Pflanze wurde auch das System im menschlichen Körper entdeckt, welches für die Wirkung solcher zuständig ist. So war der komplizierte Begriff ‘Endocannabinoid-System’ schnell geboren.


Ausflug in die Geschichte  


Erst vor 33 Jahren wurde das Endocannabinoid-System mit Hilfe damals modernster Technologie entdeckt. Es war 1987, als Prof. Allyn Howlett von der Saint-Louis-University aus Missouri (USA) nachweisen konnte, wie die Inhaltsstoffe der Cannabis-Pflanze auf den Menschen wirken. Er entdeckte damit gleichzeitig das System mit dem komplizierten Namen - das Endocannabinoid-System. Damit wies er nach, dass Cannabinoide über körpereigene Rezeptoren wirken. 


Seither ist die Wissenschaft diesem Thema stetig auf der Spur. Bislang wurden innerhalb des Systems erst drei Rezeptoren entdeckt. Bereits jetzt wird aber in der Forschung vermutet, dass das System noch weit mehr zu entdecken bietet. Man erwartet, in Zukunft noch mehr Rezeptoren und ihre Funktionen erforschen zu können.


Was sind die Bestandteile des Endocannabinoid-Systems? 


Das System ist noch längst nicht umfassend genug erforscht, um hier eine endgültige Aussage zu machen. Wir kennen einfach noch nicht alle Bestandteile. 

Nach Stand der aktuellen Forschung besteht das System hauptsächlich aus den C1, C2- und C3-Rezeptoren. 

Rezeptoren funktionieren im menschlichen Körper wie kleine Empfänger. Sie empfangen Reize von Botenstoffen (Neurotransmitter) und veranlassen dann die passende Reaktion im Körper. 

Jeder dieser Rezeptoren hat seine eigene Aufgabe im menschlichen Körper. Deswegen befinden Sie sich auch an den unterschiedlichsten Stellen in unserem Körper.


Alle drei Rezeptoren werden dabei von den Botenstoffen - den Cannabinoiden - aktiviert. Cannabinoide kann unser Körper bei Bedarf selbst herstellen - diese nennt man dann Endocannabinoide.


Man unterscheidet daher auch die zwei Begriffe:

  1. Endogene Cannabinoide - eigene, vom menschlichen Körper hergestellte Neurotransmitter

  2. Exogene Cannabinoide - Neurotransmitter, die von außen auf den Körper wirken (z.B. durch CBD oder THC)


Welche Funktionen hat das System für uns Menschen? 


Das System funktioniert also durch die unterschiedlichen Rezeptoren. Somit kann man die Funktionsweise des Systems anhand der einzelnen Rezeptoren erläutern.


CB1-Rezeptoren sind ein enorm wichtiger Bestandteil unseres Nervensystems. Sie befinden sich hauptsächlich in unserem Gehirn, jedoch auch in einigen inneren Organen wie dem Darm. Die Forschung sagt, dass diese Rezeptoren im Gehirn für unsere kognitiven Leistungen, das Schmerzempfinden sowie die Informationsverarbeitung zuständig sind. Auch unsere Gedächtnisbildung wird durch diese Rezeptoren gesteuert. Doch das ist nur ein kleiner Teil des Verantwortungsbereiches.


Um das menschliche Immunsystem kümmern sich die CB2-Rezeptoren. Sie sorgen dafür, dass unsere eigene Abwehr gut ausgerüstet ist. So assoziiert die Forschung die Rezeptoren damit, dass Entzündungen zurückgehen, Gewebeschäden repariert werden und unser Stoffwechsel ausgeglichen ist.


Zu den CB3-Rezeptoren gibt es bislang kaum Forschungsergebnisse. Man kann jedoch bereits sagen, dass auch hier die Cannabinoide andocken und eine Reaktion auslösen. 


Wofür ist es wichtig?


Das Endocannabinoid-System ist mit seinen Rezeptoren für eine ganze Reihe an wichtigen Funktionen zuständig. Die Aufzählung enthält dabei nur Funktionen, die bereits durch die Forschung belegt wurden:


  • Reaktionen auf Stress
  • Funktionen des Immunsystems
  • Schlafgewohnheiten
  • Appetits-Gefühl
  • Schmerzempfinden
  • Linderung von Entzündungen
  • Innendruck der Augen
  • Muskulatur-Steuerung
  • Motivation
  • Metabolismus
  • Gemütszustand
  • Erinnerungsvermögen
  • Verdauung


Welche Auswirkung kann ein Mangel an Endocannabinoiden haben? 


Endocannabinoide werden vom Körper nur bei Bedarf produziert, wie wir zuvor erwähnten. Produziert der Körper zu wenig oder zu viele Cannabinoide, kann es schnell zu einem Ungleichgewicht dieser Botenstoffe im Körper kommen. Mehr noch:

Wenn der eigene Körper nicht genügend Endocannabinoide herstellt, kann das gesamte System aus dem Gleichgewicht geraten. Das führt zu Problemen im Alltag wie Schlafstörungen, Angstzuständen oder chronischen Schmerzen. 


Forschungsergebnisse zeigen, dass eine überschüssige Aktivierung von CB1-Rezeptoren zu Diabetes, erhöhter Psychoaktivität und Übergewicht führen kann. Bei einer hohen Aktivität der CB2-Rezeptoren wies man einen Zusammenhang mit einer Beeinträchtigung des Immunsystems nach.

Die Wissenschaft ist heute sogar davon überzeugt, dass ein Mangel an Endocannabinoiden zu schweren Krankheiten führen kann:


  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Alzheimer
  • Depression
  • Migräne


Wie wird das System ins Gleichgewicht gebracht?


Wenn das Endocannabinoid-System aus dem Gleichgewicht geraten ist, sind unsere körpereigenen Funktionen beeinträchtigt.

Die Lebensweise und der Alltag spielen meist eine große Rolle dabei, ob die inneren Systeme ausgeglichen sind. Die sogenannte Work-Life-Balance lässt uns oft nach der Balance suchen.


Wenn es schwer fällt, von innen wieder ins Gleichgewicht zu kommen, kann man durch exogene Cannabinoide für mehr Gleichgewicht sorgen, ohne sich in irgendeiner Weise zu schaden oder etwas riskieren zu müssen.


CBD ist ein natürliches Pflanzenprodukt, welches keinesfalls die körpereigenen Endocannabinoide ersetzt. Es hilft dem Körper viel mehr langfristig, wieder selbst ein Gleichgewicht herzustellen.


CBD (Cannabidiol) ersetzt nicht die Botenstoffe und dockt auch nicht an unser Endocannabinoidsystem an. Es fungiert laut der Wissenschaft als ein Hemmstoff. CBD kann daher dabei helfen, dauerhaft wieder ein Gleichgewicht an Endocannabinoiden zu erreichen.


Hinweis: Die medizinische Wirkung von CBD (Cannabidiol), auf die wir in diesem Blog-Artikel verweisen, bezieht sich auf kontrollierte, klinische Studien und pharmazeutisches CBD. New Garden Lab macht keinerlei Vorschlag zur möglichen Zweckbestimmung und überlässt Nutzversprechen den Apothekern.


⇒ Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen


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